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postheadericon So bereiten sich Feuerwehrleute bei 350 Grad auf ein Flammeninferno vor

Atemschutzträger sind eine spezielle Gruppe von Feuerwehrleuten: Sie müssen enorme psychische Belastungen aushalten. 420 von ihnen können nun unter besonders harten Bedingungen den Ernstfall trainieren

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Seit der vergangenen Woche werden im Hof des Emmendinger Feuerwehrgerätehauses die Atemschutzgeräteträger aus dem Landkreis an einer der aktuell modernsten Brandsimulationsanlagen ausgebildet. Dabei gab es am Montag die Gelegenheit, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie sich ehrenamtliche Feuerwehrleute unter realistischen Bedingungen auf ihre gefährlichen Einsätze vorbereiten.

Im Grunde steht auf dem Hof nichts anderes als ein riesiger Backofen. Ein Ungetüm, dessen Metallwände ein Treppenhaus, einen Kellerraum, einen Flur und ein Wohnzimmer umschließen. Auch die Innenausstattung besteht aus geschwärztem Metall: Regale, Schränke und eine unbequeme Sitzgruppe. Aus ihr werden gleich die ersten Flammen schlagen und den Raum in Sekundenbruchteilen in eine glühend heiße Falle für jedes lebendige Wesen verwandeln.

Der Sauerstoff reicht in der Flammenhölle für genau 30 Minuten


200 Kilogramm Propangas (zum Vergleich: Die Flasche für den üblichen Terrassengrill wiegt fünf Kilo und reicht in der Regel für einen Sommer) werden dafür sorgen, dass während der Übung die Temperatur auf bis zu 350 Grad ansteigen wird. "Der große Vorteil dieser gasbefeuerten Anlage ist es, dass so keine Schadstoffe entstehen und der Raum und die Anzüge nicht kontaminiert werden", erklärt Christian Leiberich, der neue Kreisbrandmeister.

Auf dem Dach hören die beiden Feuerwehrmänner aus Buchholz, die als nächstes an der Reihe sind, die Flammen brüllen, sehen den Rauch aus den Öffnungen des Containers steigen, checken noch einmal kurz die Ausrüstung des Partners und öffnen dann die Tür zur Eisentreppe, um in das Inferno hinabzusteigen.

Aktualisiert (Montag, den 29. Oktober 2018 um 14:14 Uhr)

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postheadericon Kleineinsatzfahrzeug für die Abteilung Emmendingen

Die Emmendinger Feuerwehr hat seit knapp zwei Wochen ein Kleineinsatzfahrzeug – weil sich die Aufgaben verändert haben.

EMMENDINGEN. Ein Supermarktmitarbeiter entdeckt eine Riesenspinne in der Obstkiste, ein Kind klemmt sich die Hand ein und steckt fest, nach einem Autounfall liegt ein schwerer Ölfilm auf der Straße: Die Feuerwehr ist längst nicht mehr nur zuständig, wenn es brennt. Die Stadt Emmendingen hat deshalb rund 80 000 Euro in ein sogenanntes Kleineinsatzfahrzeug investiert – der Sprinter ist seit knapp zwei Wochen im Einsatz. "Wir brauchen ihn fast täglich", sagt Feuerwehrmann Alwin Schlegel.

155588137-h-720Der stellvertretende Kommandant öffnet die Hintertüren des Sprinters. An der linken Innenseite hängen ein Besen und eine Warnkelle, an der rechten Schaufel und Spaten. Graue Boxen lagern in langen Regalen, daneben stehen Plastikfässer mit Wasser und Bindemittel. Schlegel zeigt auf einen Seifenspender und Strombuchsen im Heck, klappt einen Schraubstock heraus und wieder zurück. "Damit wir mal was kürzen können", erklärt Schlegel. "Wir haben vor fünf Jahren schon gewusst, dass wir so ein Auto wollen", sagt Ralf Kesselring, der Chef der Emmendinger Feuerwehr. "Wir haben nur noch nicht gewusst, wie es aussehen soll."

Die meisten Feuerwehrfahrzeuge sind genormt. Es gibt Regeln, die vorschreiben, welche Pumpenleistung ein Löschgruppenfahrzeug haben muss und welche Ausrüstung auf einem Rüstwagen transportiert wird. Für ein Kleineinsatzfahrzeug gibt es keine Norm. Das bedeutet, dass es auch keine Zuschüsse vom Land gibt – die Stadt zahlt alles selbst.

Der Bedarf ist trotzdem da. "Die Zahl der Kleineinsätze hat überhandgenommen", sagt der Kommandant. "Mittlerweile ist knapp die Hälfte unseres Einsatzaufkommens in diesem Bereich." Seit einigen Jahren ist die Feuerwehr laut Gesetz für Tierrettungen zuständig. Die Emmendinger Wehr befreite in diesem Jahr schon eingeklemmte Vögel, rettete eine Ente von einem Dach, fuhr einen Fischreiher in die Klinik oder fing eine verletzte Katze ein. Kesselring und seine Kollegen öffnen aber auch Türen für den Rettungsdienst und verdecken eingeschlagene Fensterscheiben mit Spanplatten, unter anderem. "Ich denke, man ruft heute auch schneller die Feuerwehr", sagt der Kommandant. "Das ist aber eher so ein städtisches Problem. Auf dem Land agiert man noch viel mehr mit Nachbarschaftshilfe."

Aktualisiert (Mittwoch, den 08. August 2018 um 06:31 Uhr)

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postheadericon Stromausfall in Stadt.- und Ortsteilen

Viel Arbeit für Stadtwerke und Feuerwehr machte ein Stromausfall am Freitag:

Ampeln fielen aus, Tiefgaragentore blieben zu und Trafostationen schmorten. Der Strom ist wieder da, die Fehlersuche läuft.

(C) Feuerwehr 7 Beispielfoto

EMMENDINGEN. Am Freitagabend war wieder alles okay: Das melden die Stadtwerke nach dem Stromausfall vom Freitag (BZ vom Samstag). Um 14.47 Uhr war es zu einem sogenannten "Erdschluss" an der einer 20-kV-Leitung im 

Mittelspannungsnetz gekommen, der, so Pressesprecher Oliver Kramer, zu Folgefehlern auf weiteren Netzabschnitten und zu teils erheblichen Schäden führte – und der Feuerwehr acht Einsätze an einem Tag bescherte. Ab 19 Uhr war das Netz wieder stabil, die Fehlersuche der Stadtwerke dauert an.

Der Stromausfall vom Freitag legte zeitweise die Ampeln auf der Stadtumfahrung lahm. In Teilen von Mundingen und Landeck, im Bereich Freibad/Denzlinger Straße, Am Sportfeld und im Goethe-Gymnasium war zeitweise ohne Strom, so Stadtwerke-Chef Karl-Heinrich Jung. Wie Stadtkommandant Ralf Kesselring mitteilt, ließen sich durch den Stromausfall die Türen beim Goethe-Gymnasium nicht mehr schließen. Zeitgleich wurde ein Wassernot von dort gemeldet – an mehreren Stellen lief Wasser in das Gebäude.

Aktualisiert (Sonntag, den 05. August 2018 um 12:55 Uhr)

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