Get Adobe Flash player
Banner
P1030100.JPG

   Unwettergefahr

 

   © Deutscher Wetterdienst, (DWD)
366446
Heute63
Gestern218
Aktuelle Woche281
Akueller Monat5819
31.03.2015  um 00:14 Uhr  Technische Hilfe klein  - Emmendingen, Lammstrasse  mehr ...
30.03.2015  um 19:07 Uhr  Verunreinigung Gewässer  - Windenreute, Schulstrasse/ Panoramastrasse  mehr ...
27.03.2015  um 10:50 Uhr  Technische Hilfe DL  - Kollmarsreute, Breisgaustrasse  mehr ...
Banner

 

NACHRUF R. Ringwald

 

 

Brand in Recyclingfirma – Großeinsatz in Emmendingen

Auf dem Gelände der Firma Bareg in Windenreute ist in der Nacht zum Freitag eine Lagerhalle in Flammen aufgegangen. Im August gab es auf einem anderen Gelände ebenfalls einen Brand. Chefin Sabrina Binz befürchtet Brandstiftung.

Großeinsatz nach Mitternacht: Mehr als 70 Einsatzkräfte haben am Freitag ein Feuer auf dem Gelände der Recyclingfirma Bareg in Windenreute bekämpft. In einer Lagerhalle waren Bauabfälle in Brand geraten. Es ist bereits der zweite Löscheinsatz auf einem Bareg-Gelände seit Sommer – im August hatte in einer Halle bei Mahlberg-Orschweier Baustellenmüll gebrannt. "Sehr auffällig", findet Bareg-Chefin Sabrina Binz – sie fürchtet, dass Brandstifter am Werk sein könnten.

DIE RETTER
Freitagmorgen, 1.17 Uhr. Emmendingens Feuerwehrkommandant Ralf Kesselring liegt im Bett und schläft. Auf dem Nachttisch liegt sein Alarmempfänger, das Gerät ist per Funk mit der Integrierten Leitstelle verbunden. Um 1.18 Uhr schlägt es Alarm. "Erst kommt ein Piepton, dann eine Durchsage", erzählt Kesselring am Morgen danach. Der Feuerwehrkommandant springt auf.

Brand einer Lagerhalle

Auch in anderen Emmendinger Schlafzimmern piepsen die Empfänger. Der Apparat läuft an. Im Emmendinger Gerätehaus herrscht Hochbetrieb, Tanklöschzüge rollen aus den Garagen – und fahren zügig Richtung Windenreute. "Das Feuer war schon von weitem zu sehen", erzählt Kesselring, "es war eine Anfahrt auf Sicht."

Die Lagerhalle auf dem Areal der Firma Bareg brennt lichterloh. "Es war ein Großbrand, schon von der Anzahl der Rohre her", sagt Kesselring. "Wir hatten fünf C-Rohre, zwei davon mit Schaum. Und zwei Wasserwerfer – einem vom Tanklöschfahrzeug, einen von der Drehleiter." Im Einsatz: Die Feuerwehren aus Emmendingen, Kollmarsreute und Maleck/Windenreute, Einsatzkräfte des Roten Kreuzes aus Emmendingen und Teningen.
Es kommt, wie die Polizei später meldet, zu Geruchsbelästigungen. Der Gefahrgutzug der Feuerwehr Emmendingen misst, ob die Luft von Schadstoffen belastet ist – und stellt laut Polizei keine gesundheitsgefährdenden Werte fest. "Wir haben den Gefahrgutzug auch zur Löschwasserrückhaltung alarmiert", sagt Kesselring. "Wir wollten verhindern, dass das Löschwasser in den Brettenbach rein läuft."


Weiterlesen...

 

So arbeitet die Integrierte Leitstelle in Emmendingen

 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr – das sind die Dienstzeiten einer Integrierten Leitstelle.

Deren 15 Mitarbeiter sind für die 158 000 Einwohner der 24 Gemeinden des Landkreises zuständig. Ob Naturkatastrophe, Brand oder Kreislaufkollaps – im Fall der Fälle ist die Leitstelle unter 112 für jeden erreichbar. Wie in Emmendingen arbeiten alle 34 Leitstellen, die es in Baden-Württemberg gibt.

Leitstellenleiter Roland Schmucker ist gefordert: Auf einem der fünf Bildschirme auf seinem Schreibtisch blinkt es rot. Dazu tutet es durchdringend – ein Anruf übeR. Schmucker an einem Disponentenplatzr die Notfallnummer 112 erreicht ihn. Routiniert nimmt er den Anruf entgegen, so wie er und seine Mitarbeiter das zigmal am Tag erleben. Die Palette der Einsätze, die das Team in Emmendingen abdeckt, reicht vom Großbrand bis hin zum Herzinfarkt oder Krankentransport. Die Mitarbeiter müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Per Mausklick alarmieren

Geht ein Notruf ein, sind es Routine und spontane Einschätzungen, die die Disponenten in Sekundenschnelle entscheiden lassen, wie sie reagieren. Vieles ist automatisiert. Über eine Eingabemaske sieht Schmucker, welche Einsatzkräfte er gerade zur Verfügung hat. Per Mausklick kann er sie alarmieren – bei Bränden die Feuerwehren, die dann in wenigen Minuten am Einsatzort sein müssen.


Das Gleiche gilt für Rettungswägen, Helikopter und Notärzte. Wen sie im Fall des Falles losschicken, das liegt im Ermessen der Mitarbeiter hier. Aber, um die Situation im Ernstfall richtig abschätzen zu können, sind sie auf die Beschreibungen der Anrufer angewiesen. Je genauer diese sagen können, wo es – buchstäblich – brennt, desto präziser können die Experten ihre Einsatzkräfte losschicken. Kommen die unterwegs nicht weiter, weil sie den Einsatzort nicht finden, oder brauchen sie Verstärkung, ist wieder die Leitstelle erster Ansprechpartner. Aber sie schickt nicht nur Einsatzkräfte los. Sie leistet auch selbst Erste Hilfe per Telefon. Die Mitarbeiter sagen Schritt für Schritt, was zu tun ist. Nicht zuständig ist die integrierte Leitstelle bei Verbrechen. Hier ist die 110 die richtige Nummer – sie führt zur Polizei.

Weiterlesen...